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Dukan-Tagebuch · Beitrag Nr. 58

Woche 4 (90 kg) – Hungerstoffwechsel

Dukan-Tagebuch Woche 4 (90 kg): Erfahrungen in der zweiten Phase, Brötchen mit Haferkleie, Hungerstoffwechsel und Jojo-Effekt.

In der zweiten Phase verliert man leider nicht mehr so schnell an Gewicht wie in der Angriffsphase. Bei mir sind es ca. 1 kg pro Woche. Bedenkt man, dass es NUR durch das Weglassen von Fett, Zucker und Stärkeprodukten ist, ist das eine Kilo pro Woche nicht schlecht. Mit den 30 Minuten Bewegung pro Tag nehme ich es leider nicht soo ernst, obwohl Dr. Dukan ausdrücklich schreibt, dass er die Bewegung wie Arzneimittel seinen Patienten verschreibt :) Wahrscheinlich würde ich mehr als das eine Kilo pro Woche verlieren, würde ich mehr Bewegung einbringen. Ich bin inzwischen sichtbar schlanker geworden und passe auch wieder in Hemden, die ich schon aussortiert hatte :D

Nach fast einem Monat habe ich mich an die neue Essensweise gut gewöhnt und vermisse (noch) keine Produkte wie Nudeln, Kartoffeln oder … Obst. Das Einzige, was mir fehlt, ist Brot oder frische Brötchen. Zum Glück gibt es aber dafür ein „Ersatz-Produkt“ und mit den erlaubten Lebensmitteln muss man trotzdem nicht auf das Brötchen-Feeling verzichten. Mit Haferkleie statt Mehl lassen sich die Dukan-Brötchen gut backen und erleichtern so ein wenig die Diät. Ich kann mir durchaus vorstellen, auch nach der Diät diese Brötchen zu backen, anstatt zu den normalen zu greifen.

Allgemein hat sich mein Befinden im Vergleich zur 2.–3. Woche deutlich verbessert. Ich bin nicht mehr so müde und angeschlagen und kann wieder normal funktionieren :) Dr. Pierre Dukan beschreibt in seinem Buch, dass diese Müdigkeit mit der verringerten Kalorienaufnahme zusammenhängt. Der Körper fällt in eine Art Stand-by-Modus und verbraucht so wenig Energie wie möglich. Dieser Vorgang wird auch als Hungerstoffwechsel bezeichnet. Versteht man einmal diesen „Abwehr-Prozess“, so erklärt sich dann auch, wieso man nach einer Diät wieder schnell zunimmt, was den meisten als Jojo-Effekt bekannt ist. Stellt man seine Ernährung direkt nach der Diät wieder auf seine alten Gewohnheiten um, verarbeitet der Körper jede gewonnene Kalorie effizienter als zuvor, um wieder auf den nächsten Hungerstoffwechsel vorbereitet zu sein. In der Zeit nach einer Diät muss man also dem Körper bestimmte Signale senden, damit nicht wieder mehr Fettpolster aufgebaut werden.

Will man also das Idealgewicht für immer halten, darf man nie wieder zu seinen alten Essgewohnheiten zurückkehren. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man sich an diese Regeln hält:

  • 3-4 Esslöffel Haferkleie
  • 20 Minuten Bewegung pro Tag
  • 1 Proteintag in der Woche – es werden nur Produkte aus der ersten Phase gegessen, diese dann aber reichlich.

Eine ausgewogene Ernährung sollte trotzdem in Erwägung gezogen werden ;) Jeder Körper reagiert anders und ich bin schon gespannt, wie es in einigen Monaten aussieht, wenn ich in die letzte Phase komme …